Ins Ei geschaut (DATZ 07.2014)

Geschrieben von am 1. Juli 2014 in News, Publikationen, Tiefenschärfe | Kommentare deaktiviert für Ins Ei geschaut (DATZ 07.2014)

Ins Ei geschaut
Bei den Garnelen der brutpflegenden Gattung Neocaridina findet der größte Teil der Larval-Entwicklung in den Eiern statt, die die Weibchen bis zum Schlupf an ihren Schwimmbeinen (Pleopoden) befestigen. Im Vergleich zu Formen mit planktonischen Larvenstadien sind die Gelege verhältnismäßig klein, die dotterreichen Eier aber umso größer. Sie haben einen Durchmesser von etwa einem Millimeter. Die nach drei bis vier Wochen schlüpfenden Larven besitzen fertig entwickelte Schreitbeine (Pereiopoden) und führen von Anfang an eine benthische, also bodengebundene Lebensweise. In dem abgebildeten Garnelen-Ei erkennt man eines der beiden großen Augen, die sich im Dotter entwickelnden Organe sowie erste Pigmentzellen. Es handelt sich um das Ei eines Orange-Sakura-Weibchens (Neocaridina davidi var. „Orange“). Das mikroskopische Bild wurde zur Erzielung einer größeren Schärfentiefe aus 13 Einzelaufnahmen zusammengesetzt („Focus Stacking“). Andreas Werth

Garnelenei
Fotodoppelseite Tiefenschärfe DATZ 07.2014
Garnelenei (Neocaridina davidi var. „Orange“, 20111128-st)